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Bericht des Rektors 2016 | 2017 81 HIGHLIGHTS Hochspannungstechnologien Eröffnung des neuen Hochspannungslabors Im März 2016 wurde im Zentrum für Energietechnik das neue Hochspannungs-labor eröffnet, zu dessen Konzeption und Ausstattung die Forschergruppe we-sentlich beigetragen hat. Der klimatisierte, vollständig elektrisch geschirmte und mit einer separaten Mess-Erde ausgestattete Raum dient hochsensiblen elektri-schen Messungen. Sein Hochspannungsbausteinsystem, präzise Spannungs- und Strommesssysteme und eigens entwickelte Feldsensoren ermöglichen Forschung auf höchstem Niveau. Leistungstransformator für DC-Netze entwickelt Wissenschaftler der Forschergruppe entwickelten den Prototyp eines Mittelfre-quenz- Resonanztransformators für Mittelspannung und höhere Leistungen mit einem neuartigen Feststoff/Flüssigkeitsisoliersystem. Der Transformator, zent-raler Baustein beim Aufbau künftiger dezentraler Mittelspannungsgleichstrom- Industrie- und Energieversorgungsnetze, hat zwei Aufgaben: die Übertragung hoher elektrischer Leistungen und die galvanische Trennung der miteinander zu verbindenden Energienetze. Effiziente Elektrofiltertechnologien zur optimalen Gasreinigung In einem Forschungsprojekt im Thüringer Zentrum für Maschinenbau untersuchen Wissenschaftler der Forschergruppe Technologien zur möglichst effektiven Aufla-dung von Partikeln in Elektrofiltern durch Hochspannungsentladungen. Elektro-filter, die kleinste Partikel aus gasförmigen Medien binden können, werden zum Beispiel zur Luftreinigung von Reinräumen benötigt, in denen Computerchips produziert werden, und auch zur Begrenzung industrieller Umweltbelastungen. In dem Projekt wird unter anderem ein modifizierbarer Versuchsfilter zur Verifi-zierung des Abscheidegrades bei unterschiedlichen Stäuben entwickelt. Forschergruppe richtet Fachkolloquium aus Die Forschergruppe richtete 2017 erstmals in Ilmenau das Fachkolloquium „Iso-lationskoordination“ des Verbandes der Elektrotechnik, Elektronik und Infor-mationstechnik (VDE) aus. Über 70 Teilnehmer diskutierten über Berechnungen von Überspannungen und durch Schalt- und Blitzüberspannungen verursachte Störfälle in der Praxis. Im VDE-Arbeitskreis „Isolationskoordination“, der das Kolloquium organisierte, wird dieses Fachwissen genutzt, um Empfehlungen zur Anwendung und wenn nötig zur Änderung von Berechnungsgrundlagen der Normen für Hochspannungsisoliersysteme abzuleiten.


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