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50 Forschung auf höchstem Niveau | Thüringer Zentrum für Maschinenbau INNOVATIONSZENTREN UND KOMPETENZZENTREN Thüringer Zentrum für Maschinenbau Das Thüringer Zentrum für Maschinenbau (ThZM) arbeitet daran, den Maschinenbau flexibler, präziser, ressour-censchonender und damit wettbewerbsfähiger zu machen. Das Zentrum deckt sechs Bereiche ab: maschinenbau-relevante Prozesstechnologien, Präzisionstechnologien, Werkstoff- und Beschichtungstechnik, Powertools und -moulds, Qualitätssicherung in der Produktion und Assistenzsysteme für den Maschinenbau. das Forschungs-Know-how von 35 Professoren und 150 Wissen-schaftlern und Ingenieuren der verschiedensten Fachbereiche seiner Partner. Um innovative Technologien zu entwickeln und in moderne Produktions- und Wertschöpfungsprozesse zu überführen, ist das ThZM national und international stark vernetzt. Am ThZM werden wesentliche Forschungs- und Entwicklungspro-jekte koordiniert und projektbezogene Drittmittel eingeworben. In den Jahren 2016 und 2017 akquirierte das Thüringer Zentrum für Maschinenbau 87 Projekte auf Landes- und auf Bundesebene und mit zahlreichen Forschungspartnern aus der Industrie mit einem gesamten Volumen von über 18 920 000 Euro. Dabei handelte es sich zum einen um Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die das Zentrum im Auftrag von Unternehmen leistete, zum anderen um die Ausbildung von Fachkräften für Betriebe. Um mit aktuellen Entwicklungen am Markt Schritt zu halten, leis-tet das Thüringer Zentrum für Maschinenbau ständig bedeutende Großinvestitionen in wissenschaftliche Gerätetechnik. So wurden 2016 und 2017 Sensoren und Überwachungssysteme zur Prozess- und Bauteilüberwachung angeschafft, die nötig waren, um die In-terdisziplinarität von Fertigung und industrieller Bildverarbeitung zu ermöglichen. Bereits in den zwei Jahren zuvor waren entspre-chende Geräte im Bereich der Lasermaterialbearbeitung und des Rührreibschweißens beschafft worden: das Messsystem „ARAMIS“ zur Ermittlung von dreidimensionalen Verschiebungen, ein Kraft-messsystem Piezo-Mehrkomponenten-Dynamometer, ein Kaska-denimpaktor- Staubmessgerät und ein speziell angepasster Muster-projektor für die Hochgeschwindigkeits-3D-Sensorik. Der Maschinen-, Anlagen- und Werkzeugbau steht vor tiefgreifen-den Umbrüchen. Klimawandel und internationaler Wettbewerb um Rohstoffe heizen die globale Nachfrage nach erneuerbaren Energien und nach Technologien zur Verbesserung der Energieeffizienz an. Auch die zunehmende Komplexität der Produkte, die Verkürzung der Entwicklungs- und Fertigungszeiten und der hohe Kostendruck am Markt erhöhen die Anforderungen an die Anlagenfertigung. Nur zukunftsorientierten und offensiv agierenden Unternehmen wird es gelingen, Prozesse zu gestalten, notwendige Innovationen auf den Weg zu bringen und vom Maschinenbau als Leitmarkt der Zukunft zu profitieren. Das Thüringer Zentrum für Maschinenbau versteht sich dabei als Innovationstreiber für den Thüringer Maschinenbau. Um Synergien mit anderen Wachstumsbereichen wie GreenTech und Energieef-fizienz zu nutzen, arbeiten fünf wissenschaftliche Einrichtungen zusammen: die Technische Universität Ilmenau, die Ernst-Abbe- Hochschule Jena, die Fachhochschule Schmalkalden, die Gesell-schaft für Fertigungstechnik und Entwicklung (GFE) Schmalkalden und das Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprü-fung (ifw) Jena. Das Thüringer Zentrum für Maschinenbau bündelt „2016 und 2017 haben wir nicht weniger als 87 Forschungs- und Entwicklungsprojekte eingeworben.“


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