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Bericht des Rektors 2016 | 2017 43 HIGHLIGHTS Technische und biomedizinische Assistenzsysteme Neue Professoren im Forschungscluster Seit 2016 verstärken drei neue Professoren die Arbeiten des Forschungsclusters Technische und biomedizinische Assistenzsysteme. Die TU Ilmenau berief Jun.- Prof. Silvio Dutz zum Stiftungsjuniorprofessor für „Multimodale Datenanalyse in der Biomedizintechnik“, Jun.-Prof. Sascha Klee zum Stiftungsjuniorprofessor für „Optoelektrophysiologische Medizintechnik“ und Priv.-Doz. Dr. med. habil. Lutz Mirow zum Honorarprofessor für das Lehrgebiet Chirurgie. Neuartige nichtinvasive Temperaturüberwachung im Körperinneren In einem deutsch-tschechischen Kooperationsprojekt streben Wissenschaftler des Institutes für Biomedizinische Technik und Informatik um Dr. Marko Helbig vom Fachgebiet Biosignalverarbeitung und der Technischen Universität Prag an, ultrabreitbandige Mikrowellensensorik einzusetzen, um die Temperatur im Körper-inneren nichtinvasiv zu überwachen. Das ist unter anderem bei der Hyperthermie von großem Interesse, einer Wärmebehandlung von Krebserkrankungen mit dem Ziel, die Wirksamkeit einer Strahlen- oder Chemotherapie zu steigern. Erfolgreiche Zellkultivierung in Mikrosystemen Wissenschaftler der TU Ilmenau entwickelten im Institut für Mikro- und Nano-technologien IMN MacroNano® ein modulares System zur Kultivierung von Zel-len in Mikrosystemen. Das Ergebnis der von der Carl-Zeiss-Stiftung geförderten Forschungsarbeiten der Fachgebiete Biomechatronik, Elektroniktechnologie, Mi-kromechanische Systeme und Technische Optik in Zusammenarbeit mit dem iba Heiligenstadt sind ein Paradebeispiel für ein „BioMOEMS“, wie es nur an weni-gen Orten in der Welt realisierbar ist. „Bio“ sind Zellen, von der menschlichen Knochen- bis zur Hefezelle, die unter Nutzung modernster Mikro-Opto-Elektro- Mechanischer Systeme gezüchtet und beobachtet werden. Reha-Roboter hilft Schlaganfallpatienten wieder auf die Beine Wissenschaftler um Prof. Horst-Michael Groß, Leiter des Fachgebiets Neuroinfor-matik und Kognitive Robotik, entwickelten einen mobilen Reha-Roboter, der mit Schlaganfallpatienten Laufübungen durchführt, um so deren Mobilität und räum-liches Orientierungsvermögen zu trainieren. Dabei beobachtet und dokumentiert der Roboter die Durchführung des Trainings. Das Projekt des Bundesforschungsmi-nisteriums ROREAS hat auch zum Ziel, die Ängste der Patienten („Kann ich das?“, „Verlaufe ich mich im Gebäude?“, „Komme ich sicher wieder zurück?“) abzubauen, die oft verhindern, dass diese überhaupt ein Eigentraining durchführen.


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