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Journal of 9/17 Biophotonics www.biophotonics-journal.org Hydrogen peroxide modulates energy metabolism and oxidative stress in cultures of permanent human Müller cells MIO-M1 Sven Peters, Max Griebsch, Matthias Klemm, Jens Haueisen, Martin Hammer Bericht des Rektors 2016 | 2017 41 HIGHLIGHTS Technische und biomedizinische Assistenzsysteme Verringerung von Unsicherheiten bei Augendiagnosen Im Forschungsprojekt „Modellbasierte Analyse multimodaler Daten unter Unsi-cherheiten (MAMUD)“ beschäftigten sich Wissenschaftler unter der Leitung von Jun.-Prof. Silvio Dutz und Prof. Jens Haueisen mit der Berücksichtigung von Unsi-cherheiten von der Erfassung bis hin zur Analyse multimodaler Daten. Gemeinsam mit fünf regionalen Unternehmen entwickelten sie innovative Lösungen für einen robusteren Umgang mit unsicherheitsbehafteten Prozessen in der Industrie und in der Medizin – zum Beispiel bei der automatisierten Detektion und Zuordnung von Gefäßen des Auges und bei der Erkennung und Berücksichtigung von Au-genbewegungen währen der Datenerhebung. Stress am Auge – Publikation in renommiertem Journal Wissenschaftler des Instituts für Biomedizinische Technik und Informatik um Prof. Jens Haueisen, Leiter des Fachgebiets Biomedizinische Technik, stellten ihre neuesten Forschungsergebnisse in der renommierten Fachzeitschrift „Journal of Biophotonics“ vor. In Zusammenarbeit mit der Augenklinik des Jenaer Uni-versitätsklinikums untersuchten die Forscher den Einfluss von oxidativem Stress auf Kulturen von Müllerzellen des menschlichen Auges. Durch neue aufwändige Verfahren der Zellbehandlung und Bildgebung machten sie die Auswirkungen auf Zellen erstmals sichtbar und quantifizierten sie. Neuartige Analysemethode der Netzhautgefäße entwickelt Das Ende 2017 unter der Leitung von Jun.-Prof. Sascha Klee erfolgreich abge-schlossene Projekt „Innovative Netzhautgefäßdiagnostik (INNONGA)“ erforschte das Regelverhalten kleinster Gefäßsysteme im menschlichen Auge. Diese auch als Mikrozirkulation bezeichneten Effekte spielen eine entscheidende Rolle in der Versorgung von Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen. In Kooperation mit dem Jenaer Medizintechnikhersteller Imedos GmbH reduzierten sie nicht nur die Untersuchungszeit von Analysen zum Beispiel bei der Diagnose von diabetischer Retinopathie und Glaukom erheblich, sondern auch die Belastung der Patienten. Innovative Technologie für schonenderes Einführen von Hörprothesen In dem Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft „Nachgiebige Mechanis-men für schonende Implantate und Instrumentarien (Akva-Med)“ haben Wissen-schaftler um Prof. Lena Zentner, Leiterin des Fachgebiets Nachgiebige Systeme, innovative Mechanismen entwickelt, die in Cochlea-Implantaten, also in Hörpro-thesen für Gehörlose, deren Hörnerv noch funktioniert, Anwendung finden. Durch das so erreichte schonendere Einführen des Implantats wird die Verletzungsgefahr während der Operation drastisch verringert.


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