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40 Die Forschungscluster der TU Ilmenau | Technische und biomedizinische Assistenzsysteme FORSCHUNGSCLUSTER Technische und biomedizinische Assistenzsysteme Im Forschungscluster Technische und biomedizinische Assistenzsysteme entwickeln Wissenschaftler Technologien, die den Alltag leichter, effektiver und sicherer machen. Interdisziplinär arbeiten sie an Assistenzsystemen für zu Hause, für die Arbeitswelt und den Verkehr – zum Beispiel an Fahrzeugsystemen, die den Komfort und die aktive oder passive Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen. Sie entwickeln Lösungen für Patienten in einer alternden Gesellschaft: neue medizinische Verfahren zur Diagnostik und Therapie der Augen, des Gehörs und des Bewegungsapparates und Roboter, die älteren oder pflegebedürftigen Menschen Lebensqualität sichern. Grundlagenforschung und spezifische Anwendungen Ilmenauer Biomedizintechniker und Biomechatroniker erlangten nationale und internationale Aufmerksamkeit insbesondere in der Augen- und Ohrenheilkunde, der medizinischen Informatik und in der Biosig-nalverarbeitung. International führend ist unsere Universität in der Diagnostik und Therapie der Augen sowie der Elektrodiagnostik. So bestätigten Gutachter eines EU-Projektes und einer Publikati-on in der renommierten Fachzeitschrift „Brain Topography“, dass die TU Ilmenau bei neuen Elektrodentechnologien für die Elek-troenzephalographie, also zur Erfassung von elektrischen Strömen des menschlichen Gehirns, die Weltspitze bestimmt. Unsere Wis-senschaftler halten unter anderem den Weltrekord für das hoch-auflösende Elektroenzephalogramm mittels trockener Elektroden. Unsere Gesellschaft benötigt immer mehr technische Lösungen, die altersgerecht und auf die individuellen Bedürfnisse der Menschen zugeschnitten sind. Daher arbeiten im Forschungscluster Technische und biomedizinische Assistenzsysteme Ingenieure und Informatiker, aber auch Biologen, Ärzte und Sozialwissenschaftler in der Robotik, der Biomedizintechnik und an Mensch-Maschine-Schnittstellen für Assistenzsysteme. In der interdisziplinären Zusammenarbeit von Lebens- und Ingeni-eurwissenschaften entstand von 2014 bis 2017 im Institut für Mikro- und Nanotechnologien unter Förderung der Carl-Zeiss-Stiftung das weltweit erste modulare biomechatronische System zur Kultivierung von Zellen in Mikrosystemen. In der international anerkannten Bio-nik, also der Entwicklung von Technik auf Grundlage der Analyse von Lebewesen, schritt in der Fakultät für Maschinenbau die Entwicklung „tastender“ Messsysteme nach dem Vorbild der Tasthaare von Rat-ten voran und es wurden die Endverbindungen von Polymerseilen verbessert, indem Prinzipien der Verbindung von Sehnen mit Kno-chen technisch umgesetzt wurden. „Unsere Wissenschaftler halten den Welt-rekord für hochaufl ösendes Elektroenzepha-logramm mittels trockener Elektroden.“


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