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HIGHLIGHTS Mobilkommunikation Bericht des Rektors 2016 | 2017 29 Virtuelle Realität zur Erforschung intelligenter Mobilität Seit 2016 verstärkt die Forschergruppe „Elektromagnetische Verträglichkeits-, Funk- und Kanalmessungen in der Virtuellen Straße (ELVIS)“ unter der Leitung von Prof. Matthias Hein, Leiter des Fachgebiets Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik, die Aktivitäten im ProExzellenzzentrum VISTA4F, wo Wissenschaftler die Wech-selwirkungen zwischen vernetzten Fahrzeugen, Fahrer und Fahrbahn erforschen. Für die Arbeiten, die mit Methoden der virtuellen Realität durchgeführt werden, vereinigen Forscher aus sieben Fachgebieten ihre Expertise, die neben Funk- und Fahrzeugtechnik auch Virtuelle Welten und Medienpsychologie umfasst. Neue Testanlage für kooperatives Fahren im Auto der Zukunft Der am Thüringer Innovationszentrum Mobilität installierte Großprüfstand „VISTA – Virtuelle Straße Simulations- und Testanlage“ zur Testung der Fahr-zeug- zu-Fahrzeug-Kommunikation für das intelligente Auto der Zukunft wird erweitert. In der elektromagnetisch geschirmten Absorberhalle wird ein weiterer drehbar positionierter Viertelbogen installiert, der es erlaubt, das Fahrzeug aus unterschiedlichen Winkeln zu beleuchten. Damit werden moderne Automobil-radare getestet und es kann die Sichtbarkeit von gefährdeten Straßenverkehrs-teilnehmern wie Fußgänger und Fahrradfahrer untersucht werden. Großprojekt zur drastischen Verringerung von realen Kfz-Fahrtests Im Januar 2017 startete ein großangelegtes industrielles Verbundprojekt, in dem Wissenschaftler des Fachgebiets Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik unter der Leitung von Prof. Matthias Hein gemeinsam mit Wissenschaftlern von Daim-ler, Continental, dSPACE, miro·sys und dem Karlsruher Institut für Technologie neuartige Testverfahren erforschen, die den enormen Bedarf an realen Fahrtests signifikant verringern können. Das unter dem Dach des Thüringer Innovations-zentrums Mobilität durchgeführte 4-Millionen-Euro-Projekt zur Systembewertung von Fahrzeugradaren in virtueller Funkumgebung läuft über drei Jahre. Unsichtbare Antennen zur Integration in die Fahrzeugkarosserie In einem dreijährigen Verbundvorhaben erforscht das Fachgebiet Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik unter der Leitung von Prof. Matthias Hein seit 2016 neuartige Fahrzeugantennen, die in einem Fahrzeug in unmittelbarer Nähe der metallischen Karosserie platziert und in Designelemente aus Kunststoff integriert werden können. In dem Projekt, das gemeinsam mit Thüringer Unternehmen aus der Kunststoff- und Antennentechnik durchgeführt wird, beschreiten die Wissenschaftler neue Wege bei der Fertigung metallischer Antennenstrukturen in Hochdruck-Spritzgussprozessen. Die Leistungsfähigkeit der unsichtbaren Anten-nen wird mit Messungen in der einzigartigen Virtuellen Straße – Simulations- und Testanlage des Thüringer Innovationszentrums Mobilität nachgewiesen.


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