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28 Die Forschungscluster der TU Ilmenau | Mobilkommunikation FORSCHUNGSCLUSTER Mobilkommunikation Im Fokus des Forschungsclusters Mobilkommunikation steht 5G, die Mobilfunkgeneration der Zukunft. Wissen-schaftler forschen interdisziplinär an Technologien für künftige Mobilkommunikationsnetze. Diese erlauben nicht nur überall und jederzeit breitbandigen mobilen Zugang zum weltweiten Netz, sondern auch Anwendungen und Dienste in den sogenannten „vertikalen Industrien“. Das mobile Netz wandelt sich damit vom reinen Kommuni-kationsnetz zum Servicenetz mit Anwendungen in Verkehr, Logistik, Industrie und Multimedia. 5G wird zu einem Assistenzsystem, das aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken sein wird. erledigen. Gegenüber der bislang üblichen einfachen Datenkommu-nikation wird dies revolutionäre neue Anwendungen ermöglichen: etwa die „Smart City“, die Steuerung der Verkehrsströme auf einer Kreuzung oder in einem Ballungsgebiet, oder auch die Steuerung komplexer Logistikprozesse. 5G wird nicht nur das Kommunikationsverhalten der Menschen beeinflussen. In einer vollständig vernetzten Gesellschaft entstehen vollkommen neue Formen der Kommunikation und Kooperation. Davon werden die verschiedensten gesellschaftlichen Bereiche pro-fitieren: Verkehr, Logistik, Industrie, Gesundheit und Freizeit, die wiederum vertikale Industrien und Märkte und entsprechende Ge-schäftsmodelle hervorbringen werden. Mobiltelefone nur zum Telefonieren waren gestern. Längst gehö-ren zu jedem Smartphone Internet, Ortung, Navigation und eine Vielzahl von Apps, die ständig neue Anwendungsmöglichkeiten erschließen. 5G, die künftige Mobilfunkgeneration, wird unsere Welt noch stärker verändern. In der digitalen Gesellschaft wird 5G nicht nur Menschen und Computer miteinander verbinden, sondern die zahllosen „intelligenten Gegenstände“ in unserer Umgebung im „Internet der Dinge“ vernetzen, die so mit uns und unterein-ander interagieren werden. Dazu gehören Objekte unseres tägli-chen Lebens, zum Beispiel aus dem Wohnumfeld, aber auch dem wirtschaftlich-gewerblichen Umfeld. Die Kooperation der „intelligenten Gegenstände“ im Netz der nächsten Generation stellt aber völlig neue Anforderungen an Forschung und Entwicklung: So geht es nicht mehr nur um hohe Datenraten; wenn Teilnehmer, Maschinen und Fahrzeuge in Echt-zeit kooperieren, muss die Reaktions- oder Latenzzeit extrem kurz werden. Das wird durch mobile Datendienste (Mobile Cloud Com-puting) unterstützt, die auch komplexe Berechnungen in Echtzeit „Wir forschen an vollkommen neuen Formen der Kooperation für Verkehr, Logistik, Industrie, Gesundheit und Freizeit.“


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