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Forschung im Bereich digitale Medien erfolgt an der TU Ilmenau heute also an der Schnittstelle zahlreicher Disziplinen. Einen Schwer-punkt bilden Forschungsprojekte, die sich mit Signalen, Geräten, Prozessen sowie Verfahren und Vorgehensweisen beschäftigen. Diese sind für die algorithmische Umsetzung oder Interpretation, Planung und Produktion digitaler Medien unerlässlich. Hierzu gehö-ren Forschungsthemen rund um Audioaufnahme und -wiedergabe sowie die Verarbeitung von Video- und Audiodaten wie beispiels-weise die Quantifizierung auditiver Wahrnehmung, die Qualität räumlicher Audiowiedergabe, Personal Sound Zones und Aspekte der Tonal Complexity. Weiterhin beschäftigen sich Forscherinnen und Forscher dieses Schwerpunktes mit Problemen der effizienten Visualisierung großer Datenmengen, der Bildratenverbesserung und Interaktivitätserhöhung, Virtual Reality, 3D-Technologien, Face Re-cognition, Keyword Spotting und News Content History. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt untersucht die Bedingun-gen, unter denen sich Kommunikation in einer globalisierten Welt verändert, und begleitet kritisch die Weiter- und Neuentwicklung von Medien und Kommunikationsstrategien. Digitale Technologi-en verändern grundsätzlich Informations-, Kommunikations- und Wertschöpfungsprozesse – auf gesellschaftlicher, institutioneller und individueller Ebene. Die erfolgreiche Diffusion und Adaption innovativer Technologien ist allerdings auf das Engste mit ihrer me-dialen und auch ökonomischen Vermittlung verbunden. Die hier be-teiligten „Wir entwickeln intuitiv bedienbare Apps, die die Mobilität von Menschen im Alltag schnell und bequem machen.“ Fachgebiete setzen sich daher, vor dem Hintergrund eines komplexen, wandlungsfähigen technologischen Umfelds, theore-tisch und empirisch intensiv mit den spezifischen wirtschaftlichen Prozessen und Strukturen, mit Kommunikationsprozessen in einer dynamischen Medienlandschaft und mit relevanten Rechtsbeziehun-gen auseinander. Durch ihre Brückenfunktion zwischen natur- und ingenieurwissenschaftlicher Forschung und gesellschaftlich bzw. ökonomisch relevanten Fragen einer Mediengesellschaft stärkt die-se Forschung das Profil der TU Ilmenau als technische Universität. Die Arbeit des Forschungsclusters Digitale Medientechnologie vollzieht sich, ebenso wie die des Forschungsclusters Mobilkom-munikation, im Wesentlichen im fakultätsübergreifenden Institut für Medien und Mobilkommunikation (IMMK). Das Institut wurde 2011 gegründet, um der Vernetzung von Medientechnologie, In-formationstechnik und der zunehmend mobilen Mediennutzung Rechnung zu tragen. Es bündelt Kompetenzen aus 32 Fachgebieten der Universität und dem Fraunhofer-Institut für Digitale Medien-technologie IDMT. 26 Die Forschungscluster der TU Ilmenau | Digitale Medientechnologie


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