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Nationale und internationale Forschungsförderung Die Forschungsaktivitäten der TU Ilmenau sind auf zukunftsträch-tige, wettbewerbsfähige Technologiefelder mit hoher Wertschöp-fung ausgerichtet. Um Spitzenforschung betreiben zu können, sind wir bestrebt, regionale, nationale und internationale Schwerpunkte zu bilden. Dazu trägt in starkem Maße der hohe nationale und in-ternationale Vernetzungsgrad unserer Wissenschaftler bei. Interna-tionale Ausschreibungen von Forschungsprojekten, transnationale wissenschaftliche Partnerschaften, Publikationen und wissenschaft-liche Veranstaltungen fördern die Internationalisierung der Univer-sität und helfen uns, Wissenschaftler aus aller Welt zu gewinnen. Bis zum Jahr 2020 streben wir die Vorbereitung weiterer Anträge zu Sonderforschungsbereichen bzw. Transregios sowie Graduier-tenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft an. Unterstüt-zend ist es uns bereits gelungen, bei der Carl-Zeiss-Stiftung vier Infrastrukturprojekte mit je einer Million Euro einzuwerben, einen weiteren Antrag haben wir eingereicht. Auf europäischer Ebene beteiligt sich die TU Ilmenau an EU-Pro-jekten, die in einem eigens an der Universität eingerichteten Büro koordiniert werden. Ein weiteres strategisches Ziel der Universität ist die Akquisition von ERC-Grants des renommierten European Research Council, des Europäischen Forschungsrats. Erfreulich ist Drittmittel-Forschungsvolumen 46,87 48,13 41,69 40,62 43,80 30,25 39,47 44,73 48 44 40 36 32 28 24 20 16 12 8 4 0 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017**) Bundesfördermittel 10,01 14,43 13,68 12,95 15,01 13,64 17,54 18,90 Landesfördermittel 4,59 7,59 10,48 13,90 11,38 9,74 4,20 – DFG 7,25 8,39 8,09 6,71 5,99 7,48 6,77 7,51 EU 1,38 1,30 3,82 1,28 3,87 6,13 2,85 4,45 freie Mittel (Industrie) 4,51 4,68 4,96 4,73 6,34 6,01 5,52 7,03 Sonstige *) 2,51 2,78 3,70 4,23 4,28 5,13 4,81 2,73 *) z. B. Spenden | **) Seit 2017 werden Landesfördermittel nicht mehr in den Drittmitteln aufgeführt Fördermittel in Millionen Euro auch, dass die Ilmenauer Wissenschaftler im EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizont 2020“ ungebrochen rege Förderungsanträge einreichen. 70 Anträge bedeuten gegenüber dem Vorgängerprogramm, dem 7. EU-Forschungsrahmenpro-gramm, eine Steigerung um rund 50 Prozent. Bei einem Drittel der Verbundprojekte übernahm die TU Ilmenau die Koordinatorenrolle. Drittmittel auf Rekordniveau Die Einnahmen der TU Ilmenau aus Drittmitteln – also die Gelder, die nicht zur Grundfinanzierung der Hochschulen durch die Länder gehören, sondern vor allem von der Deutschen Forschungsgemein-schaft, der Europäischen Union, Unternehmen und Stiftungen meist projektgebunden zur Verfügung gestellt werden – nehmen seit über zehn Jahren fast kontinuierlich zu: Lagen sie 2006 noch bei 17,91 Millionen Euro, konnten wir 2016 nicht weniger als 41,69 Millionen Euro erzielen. Das ist eine Steigerung um erstaunliche 132 Prozent. Und selbst im Jahr 2017, ab dem Landesfördermittel nicht mehr in der Drittmittelstatistik aufgeführt werden, konnten wir 40,62 Mil-lionen Euro einnehmen. Bei der Pro-Kopf-Einwerbung unserer fast 100 Professoren liegt die TU Ilmenau im Vergleich aller Thüringer Hochschulen seit Jahren regelmäßig mit an der Spitze und auch deutschlandweit in der Spitzengruppe, und dies, obwohl sie eine verhältnismäßig kleine Universität ist. 18 Forschung für die Zukunft


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