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Bericht des Rektor 2013

48 Die Forschungscluster der TU Ilmenau | Mobilkommunikation FORSCHUNGSCLUSTER Mobilkommunikation Mobiltelefone waren gestern. Heute gehören zu jedem Smartphone Internet, Ortung, Navigation und eine Vielzahl von „Apps“, die ständig neue Möglichkeiten erschließen, wie selbstverständlich dazu. Und morgen werden die Grenzen zwischen verschiedenen Plattformen verschmolzen sein und wir werden an jedem Ort jeden Dienst mit individuell zugeschnittenen Informationen nutzen. Die Wissenschaftler des Forschungsclusters Mobilkommunikation erforschen grenzenlose Kommunikation, Information und Datenübertragung in Gebäuden und unter freiem Himmel, zu Fuß, im Auto oder in der Luft. ausgestattet. Das gilt nicht nur für die direkte Kommunikation zwi-schen Menschen (Audio, Video, Daten). Auch für Anwendungen, die eher vom Menschen unabhängig sind („Maschine-zu-Maschine- Kommunikation“), spielen drahtlose Sensornetze und besonders sichere Verbindungen eine Rolle, etwa zur zuverlässigen Steuerung von Produktionsprozessen oder Fahrzeugen. Dazu gehören auch Verfahren und Techniken der biomedizinischen Diagnostik, zur be-rührungsfreien Erfassung von Vitalsignalen, also der Daten, die die Grundfunktionen des menschlichen Körpers betreffen, oder zur Lokalisierung von Personen in Notfallsituationen, beispielsweise, um Verschüttete oder Eingeschlossene aufzuspüren. Auf der Basis von mobiler Kommunikationstechnik verbessern intelligente Trans-portsysteme nicht nur die Ökonomie des Straßenverkehrs, sondern auch die aktive und passive Sicherheit der Fahrzeuginsassen. Mobile Kommunikationssysteme werden auch deshalb intelligenter, damit sie ihre Funktionen in eigener Regie organisieren. „Kognitive“ Funk-systeme passen sich automatisch ihrer sich ständig verändernden Umgebung an und nutzen die verfügbaren Funkressourcen effizi-enter aus. Die Forscher betrachten Frequenzen, ähnlich wie Energie, als kostbaren Rohstoff, dessen Nutzung durch technische Systeme optimiert werden muss. Im Forschungscluster Mobilkommunikation forschen Wissenschaft-ler interdisziplinär an Technologien, die für moderne Gesellschaften von elementarem Interesse sind. Sie setzen moderne drahtlose In-formationsübertragung zum Vorteil der verschiedensten Lebens-bereiche ein: Im Auto, nicht nur bei Satellitennavigation, Telefonie und On-Board-Entertainment, sondern auch bei automatischem Datenaustausch zur Steigerung der Verkehrssicherheit und zur Verringerung von Verbrauch und Schadstoffemissionen. Drahtlo-se Informationsübertragung trägt dazu bei, das Leben älterer und behinderter Menschen zu verbessern. Und indem mobile Kommu-nikation einen „intelligenten“ Stromverbrauch ermöglicht (Stich-wort: „smart grids“), hilft sie, die begrenzten Energieressourcen effektiver zu nutzen. Im Forschungscluster Mobilkommunikation schaffen Wissenschaft-ler geeignete Bedingungen, damit Menschen in Beruf und Freizeit sicher, gesund, effizient, informiert und angenehm leben können. Dazu entwickeln sie die mobilen Funktechniken weiter, sie erschlie-ßen neue Frequenzbereiche und ermöglichen neue Datendienste und Anwendungen. So werden moderne Kommunikationssysteme durch komplexe Signalverarbeitung mit immer mehr „Intelligenz“


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