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Bericht des Rektor 2013

HIGHLIGHTS Digitale Medientechnologie Bericht des Rektors 2013 45 Computersystem zur Vermeidung von Gefahren in Tunnel Im Projekt ESIMAS entwickeln Wissenschaftler des Fachgebiets Medienproduktion zusammen mit Partnern aus Industrie und Forschung ein innovatives Compu-tersystem, das Mitarbeiter in Tunnelleitstellen bei Entscheidungen in kritischen Situationen unterstützt. Die TU Ilmenau entwickelt die Benutzeroberfläche des Systems, die es den Operatoren ermöglichen soll, ermittelte Risikosituationen mit minimalem kognitiven Aufwand zu erkennen und zu verstehen und so geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Gefahr zu minimieren oder gar zu vermeiden. Versatz von Bild und Ton bei Videotelefonie verringert Wissenschaftler des Fachgebiets Angewandte Mediensysteme unter der Leitung von Prof. Gerald Schuller haben ein innovatives Framework für perfekt rekonst-ruierende Filterbänke entwickelt, die die Verzögerung herkömmlicher Filterbänke unterbieten. Filterbänke sind zur Kodierung von Audiodaten wie MP3 oder AAC unerlässlich und verbessern die Qualität des Hörerlebnisses. Bei ihrer Anwendung beispielsweise in der Videotelefonie entsteht jedoch ein Versatz von Bild und Ton. Neben seiner besseren Delay-Eigenschaft erreicht das neue Framework dennoch eine hohe Kodierungsqualität. Neues Verfahren zur Rekonstruktion von 3D-Objekten Auf dem 10. „International Symposium on Wireless Communication Systems“ 2013 stellte das Fachgebiet Angewandte Mediensysteme ein neues Verfahren zur Erstellung parametrischer 3D-Modelle aus Punktwolken vor. Die Modelle setzen sich aus mathematisch beschriebenen Grundkörpern wie Kugeln und Zylinder zu-sammen, deren Ausgangsdaten zum Beispiel mit Hilfe eines 3D-Scanners erzeugt werden können. Ziel der Algorithmen ist die Rekonstruktion einer geschlossenen Oberfläche, die zur Visualisierung oder Kodierung von 3D-Daten dient. Virtuelles 3D Museum Für die Ausstellung „Henry van de Velde – ein Universalmuseum für Erfurt“ er-stellten Wissenschaftler ein Bauprojekt des Architekten und Designers anhand zweidimensionaler Baupläne als 3D-Modell. Besonderheit des Projektes des Fach-gebiets Angewandte Mediensysteme und des Instituts für Medientechnik war die 3D-Visualisierung in Echtzeit im Browser mit Hilfe von WebGL. Die Besucher hatten so die Möglichkeit, sich einen virtuellen Eindruck des Museums in drei Dimensionen zu verschaffen.


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