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Bericht des Rektor 2013

44 Die Forschungscluster der TU Ilmenau | Digitale Medientechnologie HIGHLIGHTS Digitale Medientechnologie Verschmelzung von Computerinhalten mit Realaufnahmen Die Entwicklung eines bildbasierten Stereokamera-Trackingsystems wurde ent-scheidend vorangetrieben. Durch Ausnutzung quadrifokaler Zusammenhänge und die Bereitstellung des High-Performance Stereo-Feature-Trackers SKB durch das Berliner Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut wurde eine neue Präzisionsstufe erreicht. Indem das Offline-Analyse-System die nachträgliche Bestimmung der Kamerabewegung aus beliebigen Stereo-Videoaufnahmen ermöglicht, können computergenerierte Inhalte mit Realaufnahmen realistisch miteinander verschmol-zen und visuelle Effekte in Fernseh- und Kino-Produktionen eingesetzt werden. Effiziente Vernetzung von Mikrofonen und deren Fernsteuerung Das Fachgebiet Audiovisuelle Technik erforscht die Vernetzung von Mikrofonen und deren Fernsteuerung. Die digitalisierten Mikrofonsignale werden von einem Kommunikationsprozessor mit paralleler Hardwarearchitektur und Echtzeitfähigkeit ins Netzwerk eingespeist. Dabei erfolgt die Netzwerkübertragung mit reservierter Bandbreite, sodass weiterer Netzwerkdatenverkehr die Audioübertragungen nicht beeinflussen kann. Damit wird auf dem Signalträger die gleichzeitige, bidirektionale Distribution von Audio-, Steuer- und Kommunikationsdaten ermöglicht. Adaptive Systeme – der neue Weg der Reiseplanung Im Projekts Dynapsys entwickeln Wissenschaftler eine intuitiv bedienbare Mensch- Maschine-Schnittstelle für eine mobile App zur effektiven und dynamischen Mo-bilitätsplanung im öffentlichen Personenverkehr. Um eine Reise von Tür zu Tür zu ermöglichen, die den individuellen Bedürfnissen der Fahrgäste angepasst ist, liegt der Fokus des Fachgebiets Medienproduktion unter der Leitung von Prof. Heidi Krömker auf der Verbindung des geplanten Tagesablaufs der Nutzer mit dem daraus resultierenden Mobilitätsbedarf. Mobile Fahrgastinformation getestet Drei Wochen lang haben Forscher des Fachgebiets Medienproduktion einen Feldtest im Stuttgarter Nahverkehrsnetz durchgeführt. Die in drei Jahren im For-schungsprojekt IP-KOM-ÖV entwickelten Schnittstellen wurden im Raum Stuttgart implementiert und anschließend mit verschiedenen Nutzern getestet. Höhepunkt für die Testnutzer im Bus war dabei, ihren Haltewunsch direkt vom Smartpho-ne auslösen zu können. Entscheidend für eine gute Fahrgastinformation ist die konsistente, verlässliche und transparente Information über alle Systeme hinweg.


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