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Bericht des Rektor 2013

38 Die Forschungscluster der TU Ilmenau | Antriebs-, Energie- und Umweltsystemtechnik systemtechnik seit 2013 ein neues Hightech-Labor zur Herstellung von Solarzellen der Zukunft zur Verfügung. Nachdem die „Outdoor Prüf- und Versuchsanlage für Photovoltaikkomponenten und -sys-teme (OPAL)“ bereits im Vorjahr durch hochwertige Labortechnik zu OPALSystem ergänzt wurde, ist OPAL 2013 mit der Modularen Smart-Grid-Versuchsanlage SGrid ausgebaut worden. SGrid befasst sich mit der intelligenten Netzintegration regenerativer Energieerzeu-gungsanlagen. Nach seiner Realisierung verfügt die TU Ilmenau auf dem Gebiet der nachhaltigen Energieversorgung nun über eine in der deutschen Forschungslandschaft einmalige Systeminfrastruktur. Wesentlich geprägt wird das Forschungscluster Antriebs-, Energie- und Umweltsystemtechnik durch die Aktivitäten des fakultätsüber-greifenden Instituts für Automobiltechnik und Produktionstechnik (IAP). Dessen Forschungsschwerpunkte sind Elektrotraktion, hybride Antriebe, Abgasnachbehandlungssysteme und Kunststofftechnik. Das IAP organisiert an der Universität effektiv Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Automobil- und Produktionstechnik sowie an-grenzender Gebiete und entwickelt dabei gemeinsam mit anderen Instituten der Universität ein eigenständiges Lehr- und Forschungs-profil. Die Forschungsarbeit des IAP wird von 29 Fachgebieten ge-tragen und hat einen engen wissenschaftlich-methodischen Bezug zu allen Forschungsclustern der Universität. Im Forschungscluster Antriebs-, Energie- und Umweltsystemtechnik sind allein fünf For-schergruppen des Thüringer Innovationszentrums Mobilität (ThiMo) und zwei Forschergruppen des Zentrums für Energietechnik (ZET) angesiedelt. verbrauchsorientierte und umweltverträgliche Technologien und Verfahren für eine stabile künftige Energieversorgung zu entwickeln. Neben der Weiterentwicklung von Photovoltaik- und Windkraftan-lagen sowie der Erforschung neuer elektrischer Netzsysteme stehen effektive Antriebe und neuartige Bordnetzarchitekturen für Fahrzeu-ge, Maschinen und Anlagen im Zentrum ihrer Forschung. Im Frühjahr 2013 vollzog sich an der Spitze des IEAU ein turnusmäßiger Wechsel. Über mehr als drei Jahre war Prof. Tobias Reimann, Leiter des Fach-gebiets Industrieelektronik, Direktor des fakultätsübergreifenden Instituts. Dessen zielstrebigen Kurs möchte nun Prof. Michael Rock, Leiter des Fachgebiets Blitz- und Überspannungsschutz, fortsetzen. Er wird auch die an der TU Ilmenau seit über 20 Jahren laufenden Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien mit zwei noch jungen Kooperationen fortschreiben: mit dem renom-mierten Helmholtz-Zentrum Berlin und mit unserem An-Institut CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik und Photovoltaik GmbH Erfurt. 2013 waren Wissenschaftler der TU Ilmenau entscheidend an der Entwicklung der effizientesten Solarzelle der Welt beteiligt. Sie wan-delt Sonnenenergie mit einem Wirkungsgrad von 44,7 Prozent in Strom um. Noch im Jahr 2000 lag der beste Wert vergleichbarer Solarzellen bei unter 32 Prozent. In der Technologie der so genann-ten Konzentrator-Photovoltaik, die in sonnenreichen Gegenden eine bessere und preisgünstigere Ausbeutung der Solarenergie verspricht, sieht der Leiter des Fachgebiets Photovoltaik, Prof. Thomas Hannap-pel, einen bedeutenden Schritt hin zu kostengünstigem Solarstrom. Vielfachsolarzellen hätten gar das realistische Potenzial, einen Kon-versionswirkungsgrad von über 50 Prozent zu erreichen. Dies hieße, dass sie von 1 000 Watt Sonnenstrahlung, die auf sie treffen, über 500 Watt direkt in elektrischen Strom umwandeln würden. Im Rahmen der Stiftungsprofessur Photovoltaik steht den Wissen-schaftlern des Forschungsclusters Antriebs-, Energie- und Umwelt- „Wir haben die effizienteste Solarzelle der Welt mitentwickelt.“


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