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Bericht des Rektor 2013

26 Die Forschungscluster der TU Ilmenau | Nanoengineering HIGHLIGHTS Nanoengineering Mit neuen Methoden Nervenleiden heilen Die TU Ilmenau und das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT untersuchen in einem internationalen Forschungsprojekt die Funktionsweise und das Wachstum von menschlichen Nervenzellen. Ziel des Projekts 3D-NeuroN ist es, den Heilungsprozess von Nervenzellgewebe, das durch Krankheit oder Verletzung geschädigt ist, optimal zu unterstützen. Gelingt es den Forschern, Neuronen kontrolliert und gezielt zu kultivieren, könnte dies einen Durchbruch in der medizinischen Behandlung von geschädigtem Nervenzellgewebe bedeuten, unter anderem auch durch die Transplantation von Nervenzellen. Neuartiges Detektionsverfahren für krankheitserregende Pollen Ilmenauer Nanotechnologiewissenschaftler haben mit Fachkollegen der Univer-sity of Minnesota ein neuartiges Transport- und Detektionsverfahren entwickelt, mit dem kleinste in der Luft befindliche Moleküle und Nanopartikel lokalisiert auf einer Oberfläche eingefangen und analysiert werden können. Die Sensitivität des Verfahrens ist um drei Größenordnungen besser als bisherige, auf Diffusion basierende Methoden. Das Verfahren kann angewendet werden zur Detektion von luftgetragenen Stoffen, die kleinste Mengen an so genannten Markermole-külen an ihre Umgebung abgeben, etwa von krankheitserregenden Partikeln wie Pollen, Viren oder explosiven Gefahrenstoffen. Die Resultate wurden von den überaus renommierten Zeitschriften „Nature Communications“ und „Advanced Materials“ veröffentlicht. Aufbau von zwei Rastertunnelmikroskopen Nach fast dreijähriger Aufbau- und Entwicklungsarbeit werden im Fachgebiet Technische Physik I unter der Leitung von Prof. Jörg Kröger nun zwei Raster-tunnelmikroskope betrieben, die für Experimente im Ultrahochvakuum und bei Temperaturen nahe am absoluten Nullpunkt konzipiert und optimiert sind. Mit ihnen wird die Festkörperphysik von Oberflächen und Grenzflächen anhand einfacher Modellsysteme erforscht. Hierunter zählen vor allem der Magnetismus auf der Nanometerskala, der spinpolarisierte Ladungstransport durch atomare und molekulare Kontakte sowie die Lebensdauer elektronischer Anregungen.


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