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Bericht des Rektor 2013

Wichtiger Bestandteil der Forschungsstrategie der TU Ilmenau ist es, der Industrie die eigenen wissenschaftlichen Kompetenzen zur Verfügung zu stellen. Bei allen Kooperationsprojekten mit re-gionalen, bundesweiten und internationalen Einrichtungen aus Wirtschaft und Wissenschaft ist uns ein reger Forschungs-, Tech-nologie- und Personaltransfer besonders wichtig. Ihr gesamtes Forschungsangebot präsentiert die TU Ilmenau der Wirtschaft im Internet. Im umfassenden Kompetenzatlas finden Unternehmen, die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten nicht selbst leisten möchten oder können, schnell und einfach den geeigneten Koope-rationspartner an der TU Ilmenau (www.tu-ilmenau.de/wirtschaft). Die nutzerfreundliche Onlineversion ermöglicht den Unternehmen eine schnelle und unkomplizierte Recherche nicht nur der For-schungskompetenzen der TU Ilmenau, sondern auch der Dienst-leistungsangebote und der technischen Ausstattung aller Fachge-biete. Der Kontakt mit dem Fachgebiet, das den Anforderungen der Unternehmen am ehesten entspricht, erfolgt direkt, also ohne zwischengeschaltete Instanz. Die engstmögliche Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirt-schaft wird durch unsere Transferstelle gesichert. Sie bietet um-fangreiche Dienstleistungen in Sachen Forschung, Fördermittelein-werbung, Wissens- und Technologietransfer in die Wirtschaft und Gründerberatung. Die Transferbeauftragte ist zentrale Anlaufstelle für Unternehmen, die bei der TU Ilmenau wissenschaftliche Lösun-gen für ihre technischen Probleme suchen. Dabei ist die Vermitt-lung von Kontakten zwischen externen Forschungspartnern und Wissenschaftlern der Universität zentrale Aufgabe ihrer Transfer-arbeit. Im Bereich der Forschung auf europäischer Ebene kümmert sich das EU-Office um Projektabwicklung und Projektmanagement. Potenzielle Kooperationspartner müssen nicht zu uns kommen, wir kommen zu ihnen. Ein Technologie-Scout ist ständig vor Ort, um Unternehmen das Forschungs- und Entwicklungsportfolio der TU Ilmenau zu präsentieren. Insbesondere im klein- und mittelstän-disch geprägten Thüringen, wo viele Firmenbesitzer der irrigen An-nahme sind, sie könnten sich vermeintlich teure Forschungs- und Entwicklungsleistungen einer „großen Universität“ nicht leisten, leistet unser Technologie-Scout im persönlichen Gespräch wertvol-le Aufklärungsarbeit. Investitionen in die Zukunft Das hohe Forschungsniveau der TU Ilmenau und ihre enge Ver-zahnung mit der Wirtschaft spiegeln sich in der Höhe der einge-worbenen Drittmittel für die Forschung wider. Besonders stolz sind wir darauf, dass der Erfolgskurs nun bereits seit sieben Jahren in Folge anhält: Mit eingeworbenen Drittmitteln in Höhe von 43,8 Millionen Euro erzielten wir 2013 gegenüber 2006 (17,91 Millio-nen Euro) eine Steigerung von fast 145 Prozent. Jeder unserer 97 Professoren hat im Durchschnitt 451 500 Euro eingeworben. Damit liegt die TU Ilmenau im Vergleich aller Thüringer Hochschulen aber-mals mit Abstand an der Spitze und auch deutschlandweit in der Spitzengruppe, und dies, obwohl sie eine verhältnismäßig kleine Universität ist. Wissens- und Technologietransfer 43,82 Drittmittel-Forschungsvolumen 23,02 25,38 28,99 30,25 39,47 44,73 44 40 36 32 28 24 20 16 12 8 4 0 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Bundesfördermittel 9,02 9,30 11,29 10,01 14,43 13,68 12,95 Landesfödermittel 2,59 4,24 3,44 4,59 7,59 10,48 13,92 DFG 4,44 4,85 6,71 7,25 8,39 8,09 6,71 EU 2,00 1,73 2,45 1,38 1,30 3,82 1,28 freie Mittel (Industrie) 4,97 5,26 5,11 4,51 4,68 4,96 4,73 Sonstige *) 0,00 0,00 0,00 2,51 2,78 3,70 4,23 Fördermittel in Millionen Euro *) z. B. Spenden, bis 2009 in freien Drittmitteln enthalten Bericht des Rektors 2013 21


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