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Bericht des Rektor 2013

110 Forschung für die Zukunft – Die Strategie der TU Ilmenau | Forschungscluster | Basic Engineering School Um die Ausbildung der Studenten ingenieurwissenschaftlicher Stu-diengänge – das sind knapp zwei Drittel unserer Studierenden – zu verbessern, haben wir für die Studieneingangsphase ein besonderes Konzept entwickelt: die Basic Engineering School. Ziel ist es, die Stu-dienmotivation der Studierenden zu erhöhen und die Zahl der Studi-enabbrüche zu reduzieren. In den ersten zwei Fachsemestern wird den Studierenden gemeinsam, also unabhängig vom gewählten ingenieurwissenschaftlichen Studiengang, das fundierte Grundla-genwissen eines Ingenieurs vermittelt. Damit ihnen die wechselseiti-gen Bezüge der verschiedenen Fächer ersichtlich werden, sind diese stärker miteinander verknüpft. Um die erfinderische Kreativität der Studienanfänger frühzeitig zu fördern, sind praxisbezogene Inhalte von Anfang an integrierender Bestandteil ihres Studiums. So wird beispielsweise in einem praxisorientierten Projekt ein autonomer Miniaturtransporter konstruiert und das geforderte Grundprak-tikum, das mit Partnern der regionalen Wirtschaft durchgeführt wird, ist bereits in das erste Semester integriert. Über begleitende Kompetenztests erhalten die Studierenden ständig Rückmeldun-gen zu ihrer Lern- und Leistungsfähigkeit. Die Lehrenden ihrerseits erarbeiten neue Konzepte innovativer interdisziplinärer Lehre und wenden neue Prüfungsformate an. Begleitend werden entsprechen-de Weiterbildungen und Lehrcoachings angeboten. Das Konzept der Basic Engineering School war bei einem Wettbewerb der Bundesinitiative „Studieren in Fernost“ als Sieger hervorgegan-gen. Die Umsetzung wird im Rahmen des „Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre“ des Bundes-ministeriums für Bildung und Forschung durch das Projekt „BASIC – Basic Engineering School“ seit 2012 und noch bis Ende 2016 mit 4,2 Millionen Euro gefördert. Dabei wird die Basic Engineering School nach und nach in die ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge der TU Ilmenau implementiert und wissenschaftlich begleitet. Deutschlandstipendium Zum Studienjahr 2013/14 hat die Technische Universität Ilmenau an 43 Studentinnen und Studenten Deutschlandstipendien vergeben. Damit liegt sie, was die Anzahl vergebener Stipendien betrifft, wie bereits in den Vorjahren an der Spitze der Thüringer Hochschulen: Unter 12 Hochschulen belegt sie den zweiten Platz, vor ihr nur eine ungleich größere Universität. „Nur eine Thüringer Hochschule hat 2013 mehr Deutschlandstipendien vergeben als die TU Ilmenau.“ Das Bundesprogramm der Deutschlandstipendien sieht vor, dass Studierende, deren Werdegang herausragende Leistungen in Stu-dium und Beruf erwarten lässt, ein Jahr lang mit 300 Euro pro Monat gefördert werden. Für dieses Studienjahr hatten sich 280 Studierende der TU Ilmenau um eine Förderung beworben. Die von der Auswahlkommission der Universität ausgewählten 43 Stipen-diaten kommen aus den unterschiedlichsten Studiengängen und verteilen sich über alle Studienabschnitte: vom Erstsemester bis zum Masterstudenten im letzten Semester. Die Hälfte der Mittel, mit denen die Deutschlandstipendien finanziert werden, wird vom Bund bereitgestellt, die andere Hälfte von privaten Geldgebern wie Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen oder Vereinen. Gelang es der TU Ilmenau im Vorjahr, 19 Förderer zu gewinnen, waren es in diesem Jahr sogar 20 – vorrangig aus Thüringen, aber auch aus Bayern, Sachsen, Niedersachsen und Baden-Württemberg. Sie beteiligen sich mit insgesamt 78 000 Euro an den Deutschlandsti-pendien für Ilmenauer Studierende, einige vergeben schon zum zweiten Mal ein Stipendium. Das Studium


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