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Bericht des Rektors 2012

90 Forschung für die Wirtschaft | CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik und Photovoltaik AN-INSTITUTE CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik und Photovoltaik „Competence in Silicon“ – Silizium prägt den Namen des CiS Forschungsinstituts für Mikrosensorik und Photovoltaik seit dessen Gründung 1993. Das zweithäufigste Element der Erde ist, als wichtigstes Material von Halbleiterbauelementen und kristallinen Solarzellen, die Grundlage aller Forschungsaktivitäten von 100 Wissenschaftlern und Ingenieuren. Im gemeinnützigen CiS Forschungsinstitut entwickeln sie Zukunftstechnologien für die drei Geschäftsfelder mikro-elektro-mechanische Systeme, mikrooptische Systeme und Photovoltaik. In der traditionsreichen Sparte Mikrosystemtechnik bieten die For-scher und Entwickler Komplettlösungen auf den Gebieten mikro-elektro- mechanische Systeme und mikro-optoelektro-mechanische Systeme an. Solche miniaturisierten Systeme werden in der Me-dizintechnik, in der Prozessmesstechnik und in der Kommunika-tionstechnik benötigt. Grundlegende Voraussetzungen für ihren Einsatz sind hohe Zuverlässigkeit und absolute Genauigkeit bei extremen Einsatzbedingungen. Bei Produkten wie Drucksensoren und Strahlungsdetektoren nimmt das CiS Forschungsinstitut durch seine international anerkannten Forschungsaktivitäten heute die Technologieführerschaft ein. Im Geschäftsfeld Photovoltaik streben die Wissenschaftler an, den Wirkungsgrad von Solarzellen zu erhöhen und/oder deren Her-stellungskosten zu senken. Um Fertigungsprozesse der Industrie zu simulieren, steht ihnen eine herstellerunabhängige Solarzel-len- Prozesslinie zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Technischen Überwachungsverein Thüringen e.V. betreibt das CiS Forschungs-institut ein akkreditiertes, hochmodernes Prüflabor. Hier haben Forschungseinrichtungen und Unternehmen der freien Wirtschaft die Möglichkeit, Photovoltaikmodule unabhängig auf ihre Qualität kontrollieren und zertifizieren zu lassen. Das CiS Forschungsinstitut, ein An-Institut der TU Ilmenau, betreibt wirtschaftsnahe Forschung in den Zukunftsfeldern Mikrosystemtech-nik, Nanotechnologie, Optik und Photovoltaik. Ziel der hochstehen-den industriellen Forschung und experimentellen Entwicklung des CiS Forschungsinstituts ist es, Ergebnisse der Grundlagenforschung in marktwirksame Erzeugnisse und Leistungen zu überführen. „Wir waren daran beteiligt, das Higgs- Elementarteilchen aufzuspüren“. Siliziumdetektoren des CiS Forschungsinstitutes waren 2012 daran beteiligt, das Elementarteilchen Higgs-Boson aufzuspüren. Ohne das Higgs-Elementarteilchen würden nach Ansicht von Physikern, Menschen und die gesamte weitere aus Atomen zusammengesetzte Materie im Universum nicht existieren. Nachgewiesen wurde es mit 99,9 Prozent Sicherheit bei Experimenten mit dem Large Hadron Collider, mit 27 Kilometern Länge der größte Teilchenbeschleuniger der Welt. An vier Kollisionspunkten sind riesige Nachweisinstrumente aufgebaut. Im Herzen von drei dieser Experimente sind ca. 4 000 CiS-Siliziumdetektoren integriert, die die Spur hochenergetischer Teilchen vermessen.


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