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Bericht des Rektors 2012

Bericht des Rektors 2012 81 HIGHLIGHTS Wirtschaftswissenschaftliche Forschung Wege zu effektiverem Technologietransfer Wie lässt sich der Transfer innovativer Technologien aus der Grundlagenforschung in die industrielle Anwendung beschleunigen? Dieser Frage gehen die Fachgebiete Marketing unter der Leitung von Prof. Anja Geigenmüller und Fertigungstechnik unter der Leitung von Prof. Jean Pierre Bergmann in einem interdisziplinären Forschungsprojekt nach, das durch die interne Exzellenzförderung der TU Ilme-nau finanziert wird. Am Beispiel einer neuartigen Fügetechnologie ermitteln die Wissenschaftler Akzeptanzbarrieren industrieller Anwender und erarbeiten Mar-ketingstrategien zur Überwindung solcher Barrieren. Wirtschaftsinformatik hilft, Krankheiten schneller zu erkennen Das Fachgebiet Wirtschaftsinformatik für Dienstleistungen entwickelt im Verbund mit Partnern aus Forschung und Wirtschaft eine Plattform zur Analyse biologischer Proben, die die Suche nach Biomarkern in Proteinen deutlich beschleunigt. Dabei erarbeiten die Wirtschaftsinformatiker unter der Leitung von Prof. Volker Nissen Softwaremethoden, mit denen krankheitskorrelierte Auffälligkeiten in den Pro-ben unter Berücksichtigung verfahrensbedingter Messungenauigkeiten schneller entdeckt werden. An dem vom Land Thüringen geförderten Projekt „HighOmics“ sind neben der TU Ilmenau das Universitätsklinikum Jena, der führende Pharma- und Life Science-Hersteller von Pipettiertechnologien CyBio AG, und der Ilmenauer Spezialist für IT-Anwendungen X-CASE GmbH beteiligt. Forschungsprojekt: Medienberichterstattung beeinflusst Gerichtsprozesse In dem interdisziplinären Projekt „Mediale Beeinflussung von Zeugen“ werteten Wissenschaftler die gesamte Berichterstattung über den Prozess zur Tötung der siebenjährigen Mary-Jane am Landgericht Meiningen aus. In einer quantitativen Inhaltsanalyse untersuchten die Fachgebiete Öffentliches Recht unter der Leitung von Prof. Frank Fechner und Medienkonzeption und Medienpsychologie unter der Leitung von Prof. Nicola Döring die Darstellungen des Angeklagten, des Opfers und des Gerichtsprozesses. Die Auswertung ergab, dass die Zeugen durch einen fehlerhaften Medienbericht große Schwierigkeiten hatten, bestimmte Personen wiederzuerkennen.


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