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Bericht des Rektors 2012

Peter Scharff Bericht des Rektors 2012 7 „Jugend forscht“. Schon zum dritten Mal in Folge wurden wir mit dem Total-E-Quality-Prädikat ausgezeichnet, das uns be-scheinigt, dass sich „die TU Ilmenau in besonderer Weise für die Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern im Beruf einsetzt“. Im Herbst wurde die Modernisierung des Faraday-baus, eines unserer älteren Gebäude, begonnen, und kurz vor Weihnachten konnten wir den Spatenstich für das Hauptge-bäude des größten Projekts unserer Geschichte, des Thüringer Innovationszentrums Mobilität, setzen. Die Erfolge, die ich hier im Stakkato aufzähle, fanden ihren krönenden Abschluss in der Festwoche „20 Jahre Technische Universität Ilmenau“. Sie sind für mich die Bestätigung dafür, dass der Weg, den wir einge-schlagen haben, als der „Technischen Hochschule Ilmenau“ 1992 der Status einer Universität zuerkannt wurde, richtig war. Wir wachsen, und wir können stolz auf unsere Leistungen sein. Aber ich gebe gerne zu, dass ein solcher Erfolg auch bezahlt werden muss. Vor „Nebenwirkungen“ des Erfolges verschließe ich nicht die Augen. Ich weiß, dass Themen wie Prüfungsängste und Arbeitsüberlastung im Beruf bis hin zu Burnout-Erkrankun-gen an unserer Universität ebenso existieren wie Frustration, zum Beispiel durch Intransparenz bei der Kommunikation von Entscheidungen, und die Unsicherheit durch die Befristung von Verträgen. Dieses Spannungsfeld von Erfolg und Preis des Er-folges hat uns 2012 veranlasst, alle Prozesse unserer Universität auf den Prüfstand zu stellen. Die „Zukunftswerkstatt“, die wir mit Mitgliedern der TU Ilmenau, aber auch mit unabhängigen Experten von außen durchgeführt haben, hat uns Impulse da-für gegeben, wie es besser geht. Und sie hat uns auch daran erinnert, wie wichtig es ist, sich auszutauschen und bei Ver-änderungen „mitgenommen“ zu werden. Die Erfolge und die Erkenntnisse, die aus den daraus resultie-renden Problemen entstehen – beides nehmen wir auf dem weiteren Weg der TU Ilmenau mit als Orientierung. Wir spre-chen über alle Bereiche, vom Lehrangebot über die Forschungs-schwerpunkte bis hin zu den Strukturen der Universität. Maß-nahmen für ein gesundes Arbeiten und Studieren werden auch künftig ein zentrales Anliegen der Campus-Familie bleiben.


Bericht des Rektors 2012
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