Page 44

Bericht des Rektors 2012

44 Die Forschungscluster der TU Ilmenau | Mobilkommunikation FORSCHUNGSCLUSTER Mobilkommunikation Anfangs waren Mobiltelefone lediglich zum Telefonieren gedacht. Dann kamen SMS, Internet, Ortung und Navigation hinzu und heute ist mit einer Vielzahl von „Apps“, die ständig neue Möglichkeiten erschließen, aus dem guten alten Handy Smartphone-Lifestyle geworden. Die Wissenschaftler des Forschungsclusters Mobilkommunikation vernetzen mit drahtloser Informationsübertragung Smart-phone, PC, Tablet und Audioanlage und ermöglichen so grenzenlose Kommunikation und Information in Gebäuden und unter freiem Himmel. Grundfunktionen des menschlichen Körpers betreffen, oder zur Lokalisierung von Personen in Notfallsituationen – beispielsweise, um Verschüttete oder Eingeschlossene aufzuspüren. Auf der Basis von mobiler Kommunikationstechnik verbessern intelligente Trans-portsysteme nicht nur die Ökonomie des Straßenverkehrs, sondern auch die aktive und passive Sicherheit der Fahrzeuginsassen. Mobile Kommunikationssysteme werden auch deshalb intelligenter, damit sie ihre Funktionen in eigener Regie organisieren. „Kognitive“ Funk-systeme passen sich automatisch ihrer sich ständig verändernden Umgebung an und nutzen die verfügbaren Funkressourcen effi-zienter aus. Unsere Forscher betrachten Frequenzen, ähnlich wie Energie, als kostbaren Rohstoff, dessen Nutzung durch technische Systeme optimiert werden muss. Im Forschungscluster Mobilkommunikation forschen Wissenschaft-ler interdisziplinär an Technologien, die für moderne Gesellschaften von elementarem Interesse sind. Moderne drahtlose Informations-übertragung setzen sie zum Vorteil der verschiedensten Lebens-bereiche ein: Indem mobile Kommunikation einen „intelligenten“ Stromverbrauch ermöglicht („smart grids“), hilft sie, die begrenz-ten Energieressourcen effektiver zu nutzen. Drahtlose Informati-onsübertragung trägt dazu bei, das Leben älterer und behinderter Menschen zu verbessern. Und auch das Auto ist zunehmend dar-auf angewiesen – nicht nur bei Satellitennavigation, Autotelefon und On-Board-Entertainment, sondern auch beim automatischen Datenaustausch zur Steigerung der Verkehrssicherheit und zur Ver-ringerung von Verbrauch und Schadstoffemissionen. „Unsere Forscher machen Kommunikationssysteme mobil, allgegenwärtig und ‚intelligent‘.“ Im Forschungscluster Mobilkommunikation schaffen Wissenschaft-ler geeignete Bedingungen, damit Menschen in Beruf und Freizeit sicher, gesund, effizient, informiert und angenehm leben können. Dazu entwickeln sie die mobilen Funktechniken weiter, sie erschlie-ßen neue Frequenzbereiche und ermöglichen neue Datendienste und Anwendungen. So werden moderne Kommunikationssysteme durch komplexe Signalverarbeitung mit immer mehr „Intelligenz“ ausgestattet. Das gilt nicht nur für die direkte Kommunikation zwi-schen Menschen (Audio, Video, Daten). Auch für Anwendungen, die vom Menschen eher unabhängig sind („Maschine-zu-Maschine- Kommunikation“), spielen drahtlose Sensornetze und besonders sichere Verbindungen eine Rolle, etwa zur zuverlässigen Steuerung von Produktionsprozessen oder Fahrzeugen. Dazu gehören auch Verfahren und Techniken der biomedizinischen Diagnostik, zur be-rührungsfreien Erfassung von Vitalsignalen, also der Daten, die die


Bericht des Rektors 2012
To see the actual publication please follow the link above