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Bericht des Rektors 2012

HIGHLIGHTS Digitale Medientechnologie Bericht des Rektors 2012 41 Straßentunnel für Autofahrer sicherer machen In dem Projekt ESIMAS entwickeln Wissenschaftler des Fachgebiets Medienpro-duktion unter Federführung der Bundesanstalt für Straßenwesen und in Zusam-menarbeit mit Partnern aus Industrie und Forschung ein innovatives System, das Straßentunnel in Echtzeit auf ihre Sicherheit hin analysiert und eine Risikobewer-tung vornimmt. Da die Leitstellen, die für die Tunnelsicherheit zuständig sind, künftig eine größere Anzahl an Tunneln überwachen müssen, soll das System die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter reduzieren, gleichzeitig aber eine größtmögli-che Sicherheit gewährleisten. Die Wissenschaftler der TU Ilmenau entwickeln dabei unter der Leitung von Prof. Heidi Krömker eine intuitiv bedienbare Mensch- Maschine-Schnittstelle. Dafür wurden verschiedene Tunnelleitstellen im In- und Ausland umfassend analysiert und anhand von Experteninterviews mit Operatoren und Leitstellenleitern die Anforderungen an ein solches System erfasst. Technologie der TU Ilmenau gewinnt Innovationspreis Thüringen 2012 Eine Ausgründung der TU Ilmenau, die Firma fayteq, erhielt den Innovationspreis Thüringen 2012 in der Kategorie „Kommunikation und Medien“. Der Preis wurde für die „Diminished Reality“-Technologie vergeben, die es ermöglicht, in einem Live-Videostream Objekte selbst vor sehr heterogenen Hintergründen in Echtzeit zu entfernen. Aufgrund seiner Echtzeitfähigkeit ist das System, das am Fachge-biet Virtuelle Welten und Digitale Spiele von dessen Leiter Prof. Wolfgang Broll und dem Informatiker Jan Herling entwickelt wurde, weltweit einzigartig. Auf dem IEEE International Symposium for Mixed and Augmented Reality (ISMAR) in Atlanta und der Campus Party 2012 in Berlin versetzte „Diminished Reality“ die Fachwelt in Erstaunen. Wissenschaftlern gelingt deskriptorloses Tracking Augmented Reality-Anwendungen erfordern ein präzises Tracking um virtuelle Inhalte korrekt in der realen Umgebung einzublenden. Bisher werden auf Mo-biltelefonen und Tablets konventionelle Tracking-Verfahren eingesetzt, die auf schwarz-weißen Marken basieren. Diese sind jedoch mitunter sehr störend. Neuere, auf Bildmerkmalen basierte Verfahren, die mit nahezu beliebigen Bildern funkti-onieren, konnten bisher aufgrund der hohen dafür erforderlichen Rechenleistung auf Mobilgeräten nur sehr eingeschränkt benutzt werden. Wissenschaftlern am Fachgebiet Virtuelle Welten und Digitale Spiele gelang es nun, für merkmalbasier-te Verfahren einen vollkommen neuen Lösungsansatz zu entwickeln, so dass auf die sonst aufwändig zu berechnende Beschreibung der einzelnen Merkmale – die sogenannten Deskriptoren – vollständig verzichtet werden kann.


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