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Bericht des Rektors 2012

40 Die Forschungscluster der TU Ilmenau | Digitale Medientechnologie HIGHLIGHTS Digitale Medientechnologie Sensorlose Bewegungserkennung von Stereo-3D-Kameras Virtuelle Studios bieten die Möglichkeit, visuelle Illusionen zu erzeugen, indem Vi-deobilder realer Darsteller mit einer computergenerierten 3D-Umgebung zu einem neuen Gesamtwerk verschmolzen werden. Die Entwicklung des 3D-Fernsehens vermag nicht nur dem Zuschauer einen Eindruck räumlicher Tiefe zu vermitteln, sie schafft auch neue Möglichkeiten zur Umgebungsanalyse. Deshalb wurde am Fachgebiet Audiovisuelle Technik ein System entwickelt, das es unter Nutzung einer Stereo-3D-Kamera ermöglicht, die Kameraposition ohne weitere Hilfsmittel zu berechnen. Dadurch ist in Zukunft die nachträgliche Bewegungsanalyse aus beliebigen Stereoaufnahmen möglich. Mikrofone nach dem Vorbild der Natur Wissenschaftler des Fachgebiets für Audiovisuelle Technik entwickelten Mikrofone nach dem Vorbild der Natur, indem sie die Schwingungseigenschaften von Mik-rofonmembranen mit denen des menschlichen Trommelfells verglichen. In dem 2012 abgeschlossenen Verbundprojekt mit den Unternehmen Microtech Gefell und SIOS Messtechnik untersuchten sie die Schwingungsmoden von normalen Kondensatormikrofonen und von Mikrofonkapseln mit modifizierten Membran-eigenschaften mithilfe von laserinterferometrischen Schwingungsmessungen. Bei Hörtests bewerteten Experten die Klangeigenschaften der bionisch inspirierten Mikrofone. Für die Erzeugung des Klangmaterials kam ein Reproduktionsklavier zum Einsatz – ein Instrument, das das Spiel eines Pianisten einschließlich dessen Anschlagdynamik aufzeichnen und perfekt reproduzieren kann. Auf der Basis der Projektergebnisse entwickelt Microtech Gefell nun innovative Mikrofone. Ergonomie der ARD-Smart TV-Programmvorschau optimiert Wissenschaftler des Fachgebiets Medienproduktion analysierten die ergonomi-sche Qualität der neuesten Version der elektronischen Programmvorschau der ARD und führten Tests mit Nutzerinnen und Nutzern durch, um ergonomische Optimierungspotenziale abzuleiten. Als neuartiges Navigationselement setzt die elektronische Programmvorschau horizontale Bänder ein und ermöglicht so das lineare Fernsehprogramm durch non-linear vorliegende Inhalte komfortabel zu ergänzen. Non-lineare Inhalte liegen zum Beispiel in der Mediathek vor, die über die elektronische Programmvorschau aufgerufen werden kann. Die neue ARD-Programmvorschau, die auf der Internationalen Funkausstellung 2012 eingeführt wurde, liefert Informationen zu allen Fernseh- und Hörfunksendungen der Sen-derfamilie.


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