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Bericht des Rektors 2012

HIGHLIGHTS Digitale Medientechnologie Bericht des Rektors 2012 37 Neues Institut für Medien und Mobilkommunikation nimmt Arbeit auf Um der Vernetzung von Medientechnologie und Informationstechnik und der zunehmend mobilen Mediennutzung Rechnung zu tragen, hat die TU Ilmenau das Institut für Medien und Mobilkommunikation (IMMK) gegründet. Bei den Forschungsarbeiten zur mobilen Verbreitung von Medieninhalten via Smartpho-ne, Netbook, Tablet-PC und Spielkonsole berücksichtigt das IMMK alle digitalen Verteilwege wie Internet, Mobilfunk, digitalen Hörfunk und digitales Fernsehen. Im IMMK werden Wissenschaftler künftig interdisziplinär forschen, Tagungen ausrichten und Promotions- und Masterarbeiten von Studierenden betreuen. Beurteilung von Audioqualität in realitätsnahen Testumgebungen Um die Audioqualität zu verbessern, untersucht ein Forscherteam um den Leiter des Fachgebietes Elektronische Medientechnik, Prof. Karlheinz Brandenburg, die Qualität von Audioaufnahmen und -wiedergaben nicht unter Laborbedingungen, sondern in wirklichkeitsnahen Umgebungen. Entwicklungen der letzten Jahre im Bereich von Mehrkanal-Audioaufnahmen und -wiedergaben ermöglichen zwar theoretisch eine realitätsnahe Audioreproduktion, deren Güte und Qualität wur-den aber in der Regel nur unter Laborbedingungen überprüft. In dem laufenden Projekt, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird, unter-suchen die Wissenschaftler Dimensionen der Audioqualitätswahrnehmung und den Einfluss der Testumgebung auf die Qualitätswahrnehmung. In Videochats nicht aneinander vorbeischauen In dem 2012 beendeten dreijährigen Projekt Skalalgo 3D haben Wissenschaftler des Fachgebiets Elektronische Medientechnik das Problem des „Nicht-Angesehen- Werdens“ bei einem Videochat durch eine virtuelle Ansicht weitgehend gelöst. Bei Chats haben beide Partner den Eindruck, dass der Andere einen nicht anschaut, sondern „unter einem durch“ blickt. Dies liegt daran, dass der Chatpartner mit-ten auf den Monitor schaut, die Kamera, in die er eigentlich blicken müsste, aber oberhalb des Monitors platziert ist. Die „künstliche“ Blickkorrektur erreichten die Wissenschaftler mit Hilfe stereoskopischer Kameras.


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