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Bericht des Rektors 2012

24 Die Forschungscluster der TU Ilmenau | Nanoengineering HIGHLIGHTS Nanoengineering Mit modernsten Verfahren Defekte von Solarzellen ermitteln Durch die Analyse der Bilddaten von organischer Photovoltaik ermitteln Wis-senschaftler um Dr. Harald Hoppe Defekte in der Oberfläche von Solarzellen. Die Identifizierung und die eindeutige Zuordnung der Ursache solcher Prozes-sierungs- und Degradationsdefekte ist für eine wirtschaftliche Produktion von Solarzellen und -modulen sehr wichtig. Im Rahmen des Projektes, das modernste bildgebende Methoden mit Simulationen zur Analyse von organischer Photovol-taik vereint, legen die Wissenschaftler eine umfassende Defektbibliothek an, die eine effiziente In-Line Inspektion durch die Industrie ermöglicht. Partikelsensoren überwachen Feinstaubemissionen Der Leiter des Fachgebiets Technische Optik, Prof. Stefan Sinzinger, erforscht gemeinsam mit dem CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik und Photovoltaik Erfurt, einem An-Institut der TU Ilmenau, innovative hochintegrierte Partikelsen-soren. Mit dieser Umweltsensorik kann beispielsweise an Verkehrsknotenpunkten die Feinstaubbelastung extrem sensibel überwacht werden. Ilmenauer Innovationen im Weltall An Bord einer russischen Sojus-Rakete startete am 22. Juli der erste deutsche Kleinsatellit des On-Orbit-Verification-Programms des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt vom Kasachischen Weltraumbahnhof in Baikonur. Mit an Bord: Schaltungen des Keramis 2-Konsortiums, dem die Fachgebiete Hochfre-quenz- und Mikrowellentechnik unter der Leitung von Prof. Matthias Hein und Elektroniktechnologie unter der Leitung von Prof. Jens Müller angehören. In einer Erdumlaufbahn von 550 Kilometern Höhe werden innovative Satellitentechno-logien ein Jahr lang unter realen Weltraumbedingungen getestet. Das Projekt hat zum Ziel, neue Technologieansätze für volumen- und gewichtsoptimierte Komponenten im Bereich Multimedia-Satellitenanwendungen zu entwickeln. Dabei wird unter anderem das Mehrlagenkeramiksystem LTCC eingesetzt, mit dem kompakte und zuverlässige Module aufgebaut werden können. MUSIK führt Mikroelektronik und Mikromechanik zusammen Im Forschungsprojekt MUSIK, das Prof. Matthias Hein im August startete, wird der Wissenschaftler sechs Jahre lang daran forschen, Mikroelektronik und Mikro-mechanik in einer gemeinsamen Schaltungstechnologie zusammenzuführen. Die im Projekt MUSIK („Multiphysikalische Synthese und Integration komple-xer Hochfrequenz-Schaltungen“) entwickelten Methoden werden in Zukunft in kommerziellen Softwareprogrammen verwendet, beispielsweise für Hochfre-quenzbauteile von Mobiltelefonen oder Funksensoren. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit zwei Millionen Euro gefördert.


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