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Bericht des Rektors 2012

DER CAMPUS Campus-Familie Unter dem Begriff Campus-Familie verstehen wir eine weltoffene Gemeinschaft, die alle Mitglieder der TU Ilmenau und die Mitarbeiter des Studentenwerks auf dem Campus einschließt. Um diese Gemeinschaft zu erreichen, haben wir eine Initiative ins Leben gerufen, die alle Abläufe an der Universität, bei denen Menschen zusammenkommen, betrachtet und davon Maßnahmen für ein besseres Miteinander ableitet. Nachdem das Jahr zuvor unter dem Leitgedanken „Eine Universität in Klausur“ stand, lag im Jahr 2012 der Schwerpunkt der Arbeit der Initiative Campus-Familie vorrangig auf den vier Handlungsfeldern, die eine Mitarbeiterbefragung zutage gefördert hatte: Gesundheits-förderung, Weiterbildung und Führungskräfteentwicklung, Konflikt-management und interne Kommunikation Gesundheitsförderung Beschäftigte klagen immer häufiger über gesundheitliche Proble-me. Die Gründe hierfür sind unter anderem erhöhter Arbeitsdruck und beschleunigter Arbeitsalltag, der zunehmende Umgang mit immer mehr modernen Kommunikationsmitteln und Arbeitsplatz-unsicherheit. Auch das Studium stellt nicht zuletzt durch die Folgen des Bologna-Prozesses höhere Anforderungen an die Studierenden: Erhöhte Prüfungsbelastungen, Prüfungsangst und Vereinsamung führen unter Studierenden immer häufiger zu psychischen und physi-schen Beschwerden. Das Gesundheitskonzept der TU Ilmenau sieht, entsprechend der Definition von Gesundheitsförderung der Weltge-sundheitsorganisation, nicht nur vor, die Menschen zu Gesundheit zu befähigen, sondern auch, sie präventiv in Ziel- und Entschei-dungsprozesse aktiv einzubinden und ihre Lebensbedingungen so zu gestalten, dass ihre Gesundheit gefördert wird. Weiterbildung und Führungskräfteentwicklung 2012 hat die Arbeitsgruppe Führungskräfte das Konzept zur Weiter-bildung der Führungskräfte weiterentwickelt. Zwischen Rektorat und Dekanen wurden neue Kommunikationswege erarbeitet, die Rollen von Mitarbeitern an Schnittstellen, etwa der Referenten im Rekto-rat oder der Dekane, näher definiert, die Führungskompetenzen der Dezernenten, Referatsleiter und der Leiter der Betriebseinheiten gestärkt und die Berufungskultur in den Berufungskommissionen abgestimmt. Konfliktmanagement Im Jahr 2012 wurden die Angebote des integrierten Konfliktma-nagements nicht nur von Einzelpersonen, sondern verstärkt von Arbeitsteams in Anspruch genommen. Ursachen für die verstärkte Inanspruchnahme sind stärkere Belastungen bei der Arbeit, unklare Prioritätensetzungen und Führungsschwierigkeiten. Zur Konfliktlö-sung wurden vor allem Beratung und Moderation eingesetzt, aber auch Team- und Einzelsupervision sowie die Analyse von Organisati-onsstrukturen. Bei den Gesprächen mit den Betroffenen hat sich der neutrale, geschützte Raum der Konfliktberatung bewährt. Interne Kommunikation Zur Verbesserung der internen Kommunikation wurden Mitarbei-terbefragung und qualitative Interviews durchgeführt. Die Ergebnis-se flossen in die Konzeption des neuen Mitarbeiterportals ein, das 2013 online gehen wird. Die Struktur des Portals wurde definiert, so wird es in einen öffentlichen und einen nicht-öffentlichen Be-reich unterteilt sein, die Inhalte des Verwaltungshandbuchs werden prozessbezogen aufbereitet und ein Mitarbeiterverzeichnis ebenso bereitgestellt wie ein Newssystem. 168 Der Campus | Campus-Familie


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