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Bericht des Rektors 2012

100 Forschung für die Wirtschaft | Fraunhofer-Anwendungszentrum Systemtechnik  FRAUNHOFER AN DER TU ILMENAU Fraunhofer-Anwendungszentrum Systemtechnik AST Weltweit arbeiten Forscher des Fraunhofer AST an Lösungen für zukunftsfähige System- und Industrieapplikationen für die Bereiche Energiewende, Energiemanagement, eingebettete Systeme und Unterwasserfahrzeuge. Diese Forschungsfelder bedienen zwei globale Wachstumsmärkte: Energie und Wasser. Das Fraunhofer-Anwendungszentrum Systemtechnik AST entwi-ckelt im Auftrag kleiner und großer Unternehmen sowie öffent-licher Förderer leistungsfähige und praxisnahe Anwendungen für Energie- und Wasserversorger, autonome Unterwasserfahr-zeuge und das Hard- und Softwaredesign von eingebetteten Systemen. Die Wissenschaftler aus den Gebieten Automatisie-rungstechnik, Informations- und Kommunikationstechnologie, Elektrotechnik und Mechatronik waren überaus erfolgreich: 2012 stieg das Forschungsvolumen erstmals auf über fünf Mil-lionen Euro, davon 1,5 Millionen von der Industrie. In den letzten „2012 stieg das Forschungsvolumen auf über fünf Millionen Euro.“ vier Jahren haben sich Industriemittel, Forschungsbudget und die Mitarbeiterzahl mehr als verdoppelt und ein Ende dieses Wachstums ist nicht abzusehen. An den Erfolgen des Fraunhofer AST ist die TU Ilmenau unmittelbar beteiligt, zum Beispiel mit gemeinsamen Projektakquisitionen oder der Zusammenarbeit zwischen Fraunhofer und Fachgebieten der Universität. Im Forschungsbereich Energie bewegt sich das Fraunhofer AST auf Augenhöhe mit wesentlich größeren Wettbewerbern. Ins-besondere bei der industriellen Energieprognose und -optimie-rung erarbeitete es sich in Thüringen Alleinstellungsmerkmale, die sogar in den USA und der Türkei auf Interesse stoßen. Allein im Rahmen der mit 200 Millionen Euro ausgestatteten „För-derinitiative Energiespeicher“ des Bundeswirtschaftsministeri-ums konnten 2012 zwei neue Großprojekte akquiriert werden: „Smart Region Pellworm“ (Konsortialführer: E.ON Hanse AG) mit dem Ziel, auf der Nordseeinsel Pellworm Stromerzeugung und Verbrauch energietechnisch so zusammenzubringen, dass großräumige Abtransporte quer durch Deutschland und Eu-ropa reduziert werden. Und „ADELE-ING“ (Konsortialführer: RWE AG), ein Projekt, das sich mit adiabatischen Druckluft-speicherkraftwerken befasst, also speziellen Speicherkraftwer-ken, in denen Druckluft als Energiespeicher verwendet wird. Die Energieforscher engagieren sich zudem in den Fraunhofer- Zukunftsprojekten „SuperGrid“ und „Der hybride Stadtspei-cher“, bei denen Hochspannungs-Gleichstrom-Lösungen für die EMEA-Wirtschaftsregion Europa, Naher Osten und Afrika sowie virtuelle Speicher in Verteilernetzen untersucht werden. Auch die anderen Geschäftsbereiche des Fraunhofer AST sind auf Wachstumskurs: So entwickelte die Gruppe „Eingebettete Systeme“ im Auftrag des Mittelstandsunternehmens Otto Bock HealthCare GmbH eine Smartphonesteuerung für Elektroroll-stühle. Im Bereich „Maritime Systeme“ konnte erstmals ein in Ilmenau entwickeltes Unterwasserfahrzeug an ein chinesisches Unternehmen verkauft werden.


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